Wir über uns

Die Aufgaben und Ziele unseres Vereins lassen sich im Grunde genommen in einem einzigen, recht kurzen Satz zusammenfassen: die Verbundenheit der Absolventen des Akademischen Gymnasiums mit ihrer Schule und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander und generationenübergreifend zu pflegen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Damit diese Spalte auf unserer Website aber doch nicht gar so mickrig ausfällt, einige - naturgemäß sehr subjektive - Gedanken dazu:  

Novitates autem, si spem adferunt ut tamquam in herbis non fallacibus fructus appareat, non sunt illae quidem repudiandae, vetustas tamen suo loco conservanda; maxima est enim vis vetustatis et consuetudinis. Neue Freundschaften sind freilich nicht zu verschmähen, wenn sie hoffen lassen, dass sie gedeihen, (…) das Alte muss aber doch den gebührenden Platz behalten, denn alte Gewohnheit hat bedeutsame Macht - meint Cicero in seiner perfekten Sprache, die wir bereits kurz nach der Matura wahrscheinlich nur mehr mit Mühe entziffern können... Und auch Plautus hat zu dem Thema, in welchem Alter der Mensch seine wahren Freundschaften schließt, eine dezidierte Meinung: Quam veterrumus homini optumus est amicus. Die ältesten Freunde sind dem Menschen die besten. Keine Angst, damit bin ich mit meinem Latein schon am Ende, ich wollte nur andeuten, dass nicht erst die heutige Jugendpsychologie der Ansicht ist, die Jugend- und Schulzeit präge den Menschen nachhaltig, in dieser Zeit würden Freundschaften geschlossen, die oft ein Leben lang halten.   

 

Wir haben doch meist acht Jahre – Tag für Tag, Woche für Woche - mit einer ganz bestimmten Gruppe von Menschen zusammen verbracht. Das generiert unzweifelhaft das Gefühl einer nachhaltigen Vertrautheit, die auch dann, wenn man sich jahrelang nicht sieht, lebendig bleibt. Ich konnte mich erst vor kurzem anlässlich eines Treffens meiner Klasse persönlich davon überzeugen.

  

Dazu kommt, dass es einige Schulen gibt – und ich zähle unser AkG ganz entschieden dazu – bei denen dieses Zusammengehörigkeitsgefühl sich nicht nur auf die eigene Klasse beschränkt, sondern auch generationenübergreifend noch immer funktioniert. Das ist großartig. Das ist ein grandioses Potential. Dieses Potential zu pflegen und zu nutzen – das ist das ureigenste Ziel unseres Vereins. Das ist Networking pur. Wir haben so viele prominente Künstler unter unseren Absolventen, die wir in gezielten Veranstaltungen präsentieren könnten, wir haben so viele Absolventen, die bedeutende Funktionen bekleiden und sicherlich gerne mit einem „Schulkollegen“ zusammenarbeiten würden, usw., usw. Um all diese Ideen zu verwirklichen, brauchen wir aber die Mitwirkung aller, die sich zu dieser Zusammengehörigkeit bekennen. Ich hoffe, das tun alle Absolventen des AkG...

 

Ich bin mir dessen bewusst, dass nicht jeder mit der Schulzeit so positive Erinnerungen verbindet wie ich. Daher auch mein sicherlich altmodisches, romantisches, verklärendes, vielleicht auch kitschig verherrlichendes Bild vom AkG. Ich möchte mich dafür nicht rechtfertigen, es nicht weiter erklären (dazu würde diese Spalte auf unserer Website gar nicht reichen) – ich möchte vielmehr Sie, also alle Absolventen dafür begeistern, Sie damit anstecken – und Sie schon morgen als aktive Mitglieder voller Ideen bei uns im Verein begrüßen.

  

Liliana Niesielska

Schriftführerin